Windows 10 Upgrade in der Iserv Umgebung

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Das Upgrade auf Windows 10 bereitete in der Iserv-Umgebung ein Problem. Während des Upgrades von Windows 8.1 auf Windows 10 konnten keine Daten aus Windows 8.1 zum neuen Windows 10 migriert werden. Das heißt, dass alle Einstellungen und persönliche Daten nicht übernommen werden konnten. Wenn dieser Fehler auftritt, stellt der Windows 10 Upgrade-Prozess die Windows Version zurück auf Windows 8.1.

Iserv:
Iserv ist eine Programmzusammenstellung auf Linux-Basis für Schulen. Es gibt Programme für den E-Mail-Verkehr(Dovcot, Postfix), für das Netzwerkmanagement (Samba, IP-tables, dhcp), Opsi für die Softwarepaketverwaltung und viele mehr, sowie eine grafische Weboberfläche zum einfachen Bedienen der einzelnen Pakete. Die wohl größten Vorteile in Iserv sind allerdings das Roaming und die zentrale Verwaltung aller Computer, die im Iserv integriert sind. Durch die Opsi-Software  Verwaltung ist es möglich jeden Computer mit wenigen Mausklicks beliebig anzupassen oder neu zu installieren. Benutzer-Profile und persönliche Daten sind somit an einem zentralen Ort gespeichert. So einfach aber die Konfiguration durch die Weboberfläche ist, die Integration von Windows 10 durch ein UPGRADE ins Iserv ist es nicht. Bei einer Neuinstallation von Windows 10 hat man dagegen wenig bis keine Probleme.

Durchführung:
Zum Upgrade verwenden wir das Media-Creation-Tool das von Microsoft zum einfachen Upgrades herausgegeben wurde. Zum erfolgreichen installieren des Upgrades ist es notwendig, dass die Clean-Installations-Methode gewählt wird. Nach dem Upgrade sind alle Personenbezogenen Daten nicht mehr vorhanden und der Computer ist nicht mehr im Iserv integriert. Das bedeutet ein lokaler Benutzer muss angelegt werden, um sich auf dem Computer anzumelden. Es ist wichtig, dass die Konfiguration von Windows nach dem Clean-Upgrade vollständig abgeschlossen ist. Während dieser Zeit wird die UUID des Computers mit dem Windows 10 Produkt-Key verknüpft. Ist dies geschafft und das Windows 10 aktiv, ist es sehr wichtig das der Computer über den Iserv-Installer neu installiert wird. Dadurch ist der Computer auch wieder im Iserv eingebunden und Domain-Benutzer können sich anmelden. Somit können die Computer das Roaming-Profil wieder nutzen. Alle Einstellungen, die nach dem Clean-Update und vor der Neuinstallation durch Iserv eingerichtet wurden, gehen verloren. Das Windows ist nun aktiviert und auf Windows 10 Upgedatet.


Begriffserklärungen:

UUID: Universally unique identifier
Die UUID wird zum Identifizieren der Hardware genutzt. Wenn zum Beispiel das Mainboard ausgetauscht wird verändert sich die UUID. In diesem Fall muss sich telefonisch mit Microsoft in Verbindung gesetzt werden, da sich die UUID verändert hat und ihre Windows 10 Lizenz nun nicht mehr gültig ist.

Opsi: Open Server Integration
Eine Open Source Anwendung, die von einem zentralen Server Programme in Form von Installationspaketen, auf den Client Computern installiert.

Samba: Die Hauptaufgabe von Samba ist das File Sharing. Dort werden Gruppen Daten, Lehrer Daten
und Schüler Daten gespeichert. Zusätzlich ist Samba auch für die Domain-Emulation zuständig. Eine weitere Aufgabe von Samba ist es für jeden Domain-Benutzer ein Roaming-Profil anzulegen. Dieses wird bei jedem Login auf den Computer synchronisiert.

Domain-Controller: Die Aufgabe des Domain-Controller(DC) ist die Verwaltung der Windows-Clients
im lokalen Netzwerk. So kann man sich auf verschiedenen Clients mit denselben Account-Daten anmelden kann. Er ist außerdem für die Password Speicherung und das User Management zuständig(Active Directory, AD).

Dovcot, Postfix: Dovcot und Postfix sind Opensource Email-Programme für Linux. Es handelt sich hier
um Server-Programme die Dienste wie POP3, IMAP und smtp bereitstellen, welche
für den Versandt und die Annahme von Emails zuständig sind.

IP-Tables: IP-Tables ist eine Softwarefirewall für Linux-Systeme.

DHCP: Dynamic Host Configuration Protocol
DHCP ist für die IP-Adressen Vergabe verantwortlich. Wenn sich ein Client in einem Netzwerk befindet sucht es mit einem DHCP-Client nach einem DHCP-Server. Dieser vergibt dann an Client-Geräte IP-Adressen. Dies ist sehr nützlich, da so keine IP-Konflikte entstehen können, weil sich der DHCP-Server jede IP-Adresse nur einmal in einem Netzwerk vergibt. Wenn zwei Client-Geräte dieselbe IP-Adresse haben kommt es zu einem IP-Konflikt.

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